Ehrenmorde Geschichte
geboren: 1984
erschlagen: 1. Juni 2008
Wohnort: München-Giesing
Herkunft: Türkei
Kinder: ein Sohn, zur Tat 18 Monate alt
Täter: ihr Mann Hasan T., zur Tat 31 J.
Am 1. Juni 2008 ruft der gelernte Hotelfachmann Hasan T. gegen 10.15 Uhr bei der Feuerwehr an. In seiner Wohnung sei jemand gestürzt. Die Rettungskräfte finden die Wohnung voller Blut. Hasans 24jährige Frau Safiye ist tot, ihre Leiche unbekleidet. Der ganze Körper ist voller Wunden. Manche weisen auf Misshandlungen lange vor dem Todestag hin.
Die Ermittlungen ergeben, dass der Täter seine Frau zunächst mit einer Krücke bewusstlos schlug, sie dann liegen ließ und Zigaretten holte. Sie erstickt an ihrem Erbrochenen. Die Krücke liegt zerbrochen neben der Leiche. Mit einer zweiten hat er wohl weiter geprügelt. Der Sohn ist ebenfalls in der Wohnung. Das Jugendamt übernimmt die Fürsorge.
Wie in vielen Ehrenmordfällen gibt es auch hier bereits eine Geschichte der Gewalt. Bereits dreimal ist Hasan wegen Körperverletzung seiner Frau bei der Polizei auffällig geworden. Doch sie kooperierte nicht mit den Beamten.
Am 6. April 2009 wird Hasan vom Münchner Landgericht zu lebenslanger Haft verurteilt.
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Was ist ein Ehrenmord? |
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Ein Ehrenmord ist ein Mord im Namen der Ehre. Wenn ein Bruder seine Schwester ermordet, um die Familienehre wiederherzustellen, handelt es sich um einen Ehrenmord. Nach Ansicht von Aktivisten sind die häufigsten Gründe für Ehrenmorde, wenn das Opfer:
Menschenrechtler gehen davon aus, dass jedes Jahr 100.000 Ehrenmorde verübt werden, von denen die meisten den Behörden nicht gemeldet werden und einige sogar von den Behörden selbst absichtlich vertuscht werden, zum Beispiel weil die Täter gute Freunde von örtlichen Polizisten, Beamten oder Politikern sind. Gewalt gegen Mädchen und Frauen ist immer noch ein ernstes Problem in Pakistan, Indien, Afghanistan, Irak, Syrien, Iran, Serbien und Türkei. |
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