Ehrenmorde Geschichte
Durya
geboren: ?
Mordversuch: 15. September 2016
Wohnort: Rüsselsheim
Herkunft: Marokko
Kinder: mindestens 1 Sohn (zur Tat 12 J.)
Täter: ihr getrennt lebender Ehemann (32 J.)
geboren: ?
Mordversuch: 15. September 2016
Wohnort: Rüsselsheim
Herkunft: Marokko
Kinder: mindestens 1 Sohn (zur Tat 12 J.)
Täter: ihr getrennt lebender Ehemann (32 J.)
Dass dieser Mordversuch letztendlich als gefährliche Körperverletzung verurteilt wird, liegt auch an der Polizeiarbeit. Der 12jährige Sohn wurde nach der Tat als Dolmetscher für eine Zeugin eingesetzt. Entscheidend aber ist: Das Opfer will vor Gericht nicht aussagen, obwohl sie über mehrere Jahre misshandelt wird. Dem Gericht liegen Fotos von alten Verletzungen vor. Auch damals hat die Frau ihre Anzeige zurückgezogen.
Ali ist Marokkaner, Durya ist Marokkanerin mit deutschem Pass. Sie leben in Frankfurt, haben gemeinsame Kinder, wie viele, ist unklar. Ali arbeitet als Friseur. In einem gemeinsamen Urlaub versucht er 2015, eine Zweitfrau für sich zu organisieren. Danach zieht Durya mit ihren Kindern ins Frauenhaus und danach in eine eigene Wohnung nach Rüsselsheim. Der Vater erhält ein Besuchsrecht.
Am 15. September 2016 verprügelt Ali seine getrennt lebende Ehefrau im Treppenhaus, sie erleidet einen Schädelbruch. Er setzt sich auf sie, schlägt ihren Kopf gegen Steinplatten, würgt sie und versucht sie zu erstechen. Eine Zeugin geht dazwischen.
Im Februar 2017 beginnt der Prozess vor dem Landgericht Darmstadt, zunächst um versuchten Mord. Zeugen wollen sich nicht erinnern oder lügen. Die Ehefrau macht von ihrem Zeugnisverweigerungsrecht Gebrauch.
Der Täter erhält eine Bewährungsstrafe von einem Jahr und 8 Monaten. Die Bewährungsfrist wird jedoch zum Schutz der Familie auf 5 Jahre festgelegt. Der Täter muss 3000 Euro an ein Frauenhaus zahlen. Der Richter weist darauf hin, dass der Täter die niedrige Strafe seinem Opfer zu verdanken hat. Es ist nicht ungewöhnlich, dass muslimische Frauen nicht mit dem Gericht zusammenarbeiten. Andere werden von ihren Familien so lange unter Druck gesetzt, bis sie die Anzeige zurückziehen oder für den Täter aussagen.
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