Ehrenmord in Mülheim an der Ruhr: 31-jährige Frau wird von ihrem Ex-Mann erstochen

Ela
geboren: 1991
erstochen: 14. Juni 2022
Wohnort: Mülheim an der Ruhr (NRW)
Herkunft: Serbien
Kinder: 3 (zur Tat 3, 7, 9 J.)
Täter: ihr Ehemann (34 J.)
Im Mülheimer Stadtteil Styrum ersticht am 14. Juni 2022 ein Mann seine Frau neben einem Spielplatz, auf dem die 3 gemeinsamen Kinder spielen. Die Frau kommt ins Krankenhaus, stirbt aber am nächsten Morgen. Der Mann wird am Tatort festgenommen, das Messer wird sichergestellt. Notiz: Die Kinder waren Augenzeugen der Tat. Vermutlich wird ihnen damit signalisiert: „Das passiert Euch, wenn ihr euch nicht an die Regeln haltet.“

Die Familie war bislang nicht auffällig, allerdings hat die Mutter das alleinige Sorgerecht beantragt, weil der Vater keine Aufenthaltsgenehmigung in Deutschland hat und seine genehmigte Besuchszeit auch nicht mit der Familie verbrachte. Die richtigen Namen der Beteiligten sind nicht bekannt.

Was ist ein Ehrenmord?

Ein Ehrenmord ist ein Mord im Namen der Ehre. Wenn ein Bruder seine Schwester ermordet, um die Familienehre wiederherzustellen, handelt es sich um einen Ehrenmord. Nach Ansicht von Aktivisten sind die häufigsten Gründe für Ehrenmorde, wenn das Opfer:

Fragen zu Ehrenmorden

  • die Zusammenarbeit in einer arrangierten Ehe verweigert.

  • die Beziehung beenden will.

  • das Opfer einer Vergewaltigung oder eines sexuellen Übergriffs war.

  • wurde beschuldigt, eine sexuelle Beziehung ausserhalb der Ehe zu haben.

Menschenrechtler gehen davon aus, dass jedes Jahr 100.000 Ehrenmorde verübt werden, von denen die meisten den Behörden nicht gemeldet werden und einige sogar von den Behörden selbst absichtlich vertuscht werden, zum Beispiel weil die Täter gute Freunde von örtlichen Polizisten, Beamten oder Politikern sind. Gewalt gegen Mädchen und Frauen ist immer noch ein ernstes Problem in Pakistan, Indien, Afghanistan, Irak, Syrien, Iran, Serbien und Türkei.

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